18.10.21

Die Mahlzeit für Leute auf Diät

Manche mögen die Franken für humorlos halten.

Dabei haben es manche von ihnen faustdick hinter den Ohren.

So wie kürzlich der junge Kellner im Max.

„Ich muss nach meinem Urlaub unbedingt wieder abspecken“, bekommt der junge Mann von Johannes zu hören, als er unsere Bestellung aufnehmen will. „Was nehme ich denn da am besten?

Staubtrocken kommt des Kellners schlagfertige Antwort: „Für Leute wie Sie haben wir Wasser und Brot!“


9.10.21

Der letzte Käse

Lange Schlangen auf dem Bauernmarkt. 

Man muss schon genau hinsehen um zu erkennen, wer hier wo ansteht.

Ich stehe geduldig am Stand von Peters Glück.

Da spricht mich eine Frau an: „Sind Sie der Käse, der letzte?


29.8.21

Wie man den Geburtstag der besseren Hälfte nicht vergisst

Small Talk am Bauernstand.

Auf meine Frage, wie's dem Bauern meines Vertrauens geht bekomme ich zur Antwort „Ganz gut, nur wenn's morgens beim Aufstehen zwickt, dann merkt man sein Alter.“ 

„Wie alt sind Sie beide denn“, frage ich.

„Ich bin 69, die Chefin 64“, bekomme ich zur Antwort.

„65“, korrigiert ihn seine Frau.

„Ups, haben Sie da womöglich den letzten Geburtstag Ihrer Frau vergessen“, will ich wissen.

„Nein, nein, das kann mir nicht passieren“, erwidert er schlagfertig und grinst „Denn wenn jemand Geburtstag hat, dann gibt's Tort'n!


22.8.21

Möhren, Karotten oder Rüben?

Als Norddeutsche in Franken greife ich gelegentlich zum falschen Wort.

Deshalb erkundige ich mich lieber bei meiner besseren Hälfte, bevor ich der Zeitung ein Foto von drei plattgefahrenen Karotten  oder sagt man hier doch eher Möhren  schicke.

Möhren“, lautet sein Urteil. Und ab geht die Post!

Als ich die Wochenend-Ausgabe aufschlage, bin ich gleich zweimal überrascht:
1. Mein Foto ist drin. Und 2.: Wäre wohl doch eher „Rüben“ der richtige Begriff gewesen?

(Nürnberger Nachrichten, 21.8.2021)


8.8.21

Befehl oder Gebet?

Werden Befehle mit Füßen getreten,
dann hilft womöglich nur noch das Beten!

(gesehen am Eingang des St. Johannisfriedhofs im Juni 2021)

18.7.21

Alle Regeln außer Gefecht gesetzt

Ein winzig kleines Virus hält die Welt in Atem. 

Nichts scheint mehr so zu sein wie zuvor. 

Selbst auf Murphy's Law ist kein Verlass mehr und mein Käsebrot landet auf der unbelegten Seite...!


(gesehen auf unserem Küchenfußboden)

11.7.21

Es gibt Schlimmeres

(Foto: Trier Info)

In Trier trinkt man Viez. Klar, dass ich diese Spezialität probieren will.

„Wollen Sie sich das wirklich antun“, fragt mich der nette Kellner im Textorium, Gastronomie in der Tuchfabrik Trier, als ich ein 0,4l Glas des stark säurehaltigen Apfelweins bestelle.

Na klar, erwidere ich, und auch wirklich gespritzt und nicht etwa mit Limo oder Cola. 

Unbeeindruckt von meiner Entschlossenheit, rät er mir zu einem kleinen Glas und verschwindet in Richtung Theke.

Doch seine Kollegin missversteht seine Anweisung und schenkt mir ein großes Glas ein. Flugs geht er dazwischen und sie muss auf sein Geheiß die Hälfte des Viez' aus dem bereits gefüllten großen Glas in ein kleines 0,2l-Glas abfüllen.

Jetzt komme ich langsam ins Grübeln, ob ich nicht doch besser ein Glas Moselwein hätte bestellen sollen.

Als er mir das kleine Glas serviert, setze ich es sofort an die Lippen. Meine Reaktion will ich ihm nicht vorenthalten.

„Nicht schlecht", ist meine Reaktion.

Nungut, es gibt Schlimmeres", erwidert er, „nur fällt mir gerade nichts ein!

Und als wäre das noch nicht genug, ergänzt er schmunzelnd:

Als Düsseldorfer könnte ich nun natürlich noch sagen: Kölsch!", und lässt mich verdutzt zurück.