28.1.23

Face to Face – was ist das denn?

Ein Freund von mir ist Inhaber einer kleinen Werbeagentur.

Kürzlich schlug ihm eine Kundin vor, sich einmal „face to face“ auszutauschen.

Ob es nun an den lange eingeschränkten Kontaktmöglichkeiten durch Corona oder dem ihm unbekannten Anglizismus liegt, dass er mich irritiert fragt: „Sag' mal, Bettina, was ist denn damit wohl gemeint?“


22.1.23

Vom Chef geliebt

Angesichts des stolzen Preises dieses „Managermüslis“ frage ich mich, ob es all seine Zutaten sind, die der Chef so liebt, oder eher der mit diesem Produkt zu erzielende Gewinn?   

(gesehen bei Rewe)




16.1.23

Meine bessere Hälfte, der geborene Koch!

Von Rezepten hält meine bessere Hälfte wenig. Während ich mich strikt an die Vorgaben halte, werden sie bei ihm eher freizügig interpretiert.

Und auch über darüber, wie die Speisen angerichtet werden sollten, gehen unsere Meinungen auseinander. 

Doch nun habe ich den Beweis dafür, dass er's eigentlich können müsste. Die Fundstücke aus dem Archiv seiner Mutter lassen keinen anderen Schluss zu.

(meine bessere Hälfte im Karneval und seine Aufzeichnungen in der Koch AG; gesehen im Familienarchiv meiner besseren Hälfte)

9.1.23

Rot? Oder doch eher Grün?

Rudolf erzählt mir von seiner Rot-Grün-Sehschwäche.

Da ich gern wissen würde, wie er Farben wahrnimmt, zeige ich auf seinen (grünen) Pullover und frage ihn, wie die Farbe auf ihn wirkt.

„Das?“, fragt er mich beim Blick auf seinen Pullover und schmunzelt. „Das ist der schönste rote Pullover, den ich habe!


25.12.22

Zur Not einen Schnaps!

Adventskalender gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Kalender mit 24 verschiedenen Bieren, Pralinen in allen möglichen Geschmacksrichtungen, Kosmetika in jedweder Duftnote – die Liste ist lang.

In diesem Jahr stecken in meinem Adventskalender „24 kleine Dinge, mit denen du Gutes tun kannst.“


Streite heute nicht“, heißt es an Tag 24.

Und wenn alles nichts nützt, um den Familienfrieden zu wahren, haben die Autoren einen ungewöhnlichen Tipp parat: „Trinke zur Not einen Schnaps.“

Was bin ich für ein Glückspilz, dass ich es in diesem Jahr bei einem Glas guten Rotweins belassen konnte!




16.12.22

Homeoffice hinter der Windschutzscheibe

Selten erhält man so leicht – quasi im Vorübergehen – Einblick in ein Homeoffice.

(gesehen in der Goethestraße im Februar 2022)

3.12.22

Drei Wünsche frei

Ich sitze in einem Straßencafé in Ansbach. Es ist mein freier Tag und ich habe mir gerade die Bayerische Landesausstellung „Typisch Franken?“ angesehen.

Neben mir unterhalten sich eine Frau etwa in meinem Alter und ein junger Mann. Oder besser gesagt, sie versucht, sich mit ihm zu unterhalten. 

Sie erzählt ihm von einer wunderbaren App, die sie zur Entspannung nutzt. Von Vögeln, die zwitschern, von Wasser, das sanft plätschert, vom Wind, der leise durch die Bäume streicht. Diese App, so sagt sie, könnte sicherlich auch seine Stimmung heben.

Doch von ihm keine Reaktion.

Zweiter Anlauf: „Stell' Dir vor, Du begegnest einer guten Fee, die Dir über Nacht Deine drei dringendsten Wünsche erfüllt“, sagt sie. „Wie würdest Du Dich am nächsten Morgen fühlen?“

Endlich eine Reaktion von dem jungen Mann, doch mir  und vermutlich auch seiner Gesprächspartnerin  läuft es dabei kalt den Rücken herunter:

„Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten. Ich hätte mir von der Fee nämlich nur einen Wunsch erfüllen lassen, und zwar den, dass ich am nächsten Morgen nicht mehr lebe.“

(in den Medien, und so will ich es auch in diesem Blog handhaben, folgt an dieser Stelle meist der Hinweis, dass sich jede/r mit derartigen Gedanken an eine der bundesweiten Seelsorge-Telefone wenden sollte: 0800 1110111, 0800 1110222, oder 116123.)