Nach dem Kunstbunker und dem Dürerhaus will kürzlich eine Lehrerin aus Chemnitz ihren Zöglingen auch noch spontan die Sebalduskirche näher bringen. Ein herausforderndes Programm, zumal einige der Real- und Mittel-Schülerinnen und -Schüler in ihrem ganzen Leben noch nie eine Kirche betreten hatten.
Doch der Besuch verläuft sehr entspannt. Ich habe sogar den Eindruck, dass sich etliche Schülerinnen und Schüler für die Geschichten rund um den Stadtheiligen und seine Kirche interessieren.
„Habt Ihr noch Fragen“, frage ich die Gruppe zum Abschluss. Und tatsächlich wollen zwei Schülerinnen wissen, was sich unter den (modernen) Abdeckungen im Fußboden befindet. Die Gruft einer Patrizierfamilie womöglich? Ich muss sie enttäuschen. Es handelt sich ganz simpel um die Zugänge zu den Kabelschächten.
„Und, meinen Sie, dass die Führung Ihren Schülern gefallen hat“, frage ich die Lehrerin.
„Ja, doch, zumindest zwei haben Sie geflasht“, antwortet sie, und schiebt hinterher: „Das ist eine sehr gute Quote.“

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