23.1.21

Ganz besondere Vase gesucht

„Haben wir eine Vase für einen Fleurop-Strauß?“, fragt mich neulich meine bessere Hälfte  woraus sich schon mal deutlich ableiten lässt, dass sich in diesen Haushalt eher selten ein Blumenstrauß verirrt.

Bevor ich antworte, überlege ich kurz, welche Kriterien eine Vase erfüllen muss, um für einen Blumenstrauß eines spezifizierten Blumenversands geeignet zu sein. Bisher hatte ich eher in Kategorien wie Größe, Länge, Anzahl der Blumen und ihrer Zusammenstellung gedacht. Aber gut, vielleicht habe ich da einen Trend verpasst. Höchst unwahrscheinlich ist jedoch, dass meine bessere Hälfte davon Wind bekommen haben könnte...

6.1.21

Fundstück in der Bücherei

Ein wenig in die Jahre gekommen, dieses gute "deutsche Buch"...
 

(gesehen in der Stadtbibliothek Nürnberg, wo dieses Buch und tausend weitere jetzt wohl gut geschützt auf die Wiedereröffnung nach dem Lockdown warten)


24.12.20

Heiße Oma

Corona verbietet so einiges: den Shoppingbummel vor dem Fest, den traditionellen Schluck Glühwein am Nachmittag des Heiligen Abend, das unbekümmerte Treffen mit Freunden und vieles mehr.

Nun muss ich durch die Zeitung von einem weiteren „Guddi“ erfahren, das derzeit verboten ist, der „heißen Oma außerhalb der eigenen Terrasse“. 
 
(gesehen in den Nürnberger Nachrichten, Dezember 2020)
 
 
Was zum Teufel ist eine heiße Oma? Und was macht die überhaupt in der Öffentlichkeit? Doch die eigentliche Frage ist: Muss ich mich jetzt grämen, oder lass' ich's einfach gut sein, damit ich nichts vermisse, was ich eh nicht vermisst hätte?

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!
 

20.12.20

Der Sohn, der Halbgott

Kürzlich war ich mal wieder auf Besuch bei meinen Eltern. Diesmal im Schlepptau meines kleinen Bruders und dessen kleiner Tochter.

„Christian, ich habe kürzlich noch meiner Freundin erzählt, was sie Dir damals als Sanitäter bei der Bundeswehr so alles zugemutet haben“, sagt meine Mutter plötzlich. „Du musstest doch damals immer die amputierten Arme und Beine entsorgen.“

Mein Bruder reißt die Augen auf. „Wie kommst Du denn da drauf, Mami? Ich musste den OP doch nur sauber machen und Blut aufwischen.“

Tja, so schnell wird man zum Hauptdarsteller in einer Urban Legend.

 

29.11.20

Ist das Kunst? Oder kann man damit weg?

In der Nürnberger Nordstadt steht seit Kurzem ein Zugzielanzeiger. Züge nach etwa 60 verschiedenen Städten in der ganzen Welt werden darauf täglich angekündigt. Doch es kommt kein einziger.

Wie schön wäre es, wenn man von hier einfach so in die Ferne gelänge. Gerade in Corona-Zeiten!

Ist „nur“ Kunst. Schade!


 

7.11.20

Liebevoll angerichtet

Bei meiner besseren Hälfte und mir gehen die Meinungen darüber, wieviel Zeit und Aufmerksamkeit in die Nahrungsaufnahme fließen sollte, oft weit auseinander. 

Ich mahne zu Ruhe, Mäßigung und Achtsamkeit, während er – ganz Mann einfach nur schnell satt werden will.

Kürzlich legt er den frisch gekauften Ziegenkäse in der Verpackung auf den Tisch.

„Geht's nicht ein wenig liebevoller?“, frage ich ihn, worauf er sich umdreht, um einen Teller zu holen.

Doch ich freue mich zu früh, denn flugs schiebt er den Teller einfach zwischen Käse und Verpackung. 
 
Hätte ich mehr Zeit investieren sollen, um ihm zu erklären, was ich unter liebevollem Anrichten verstehe?